Moed Katan 12

Kapitel 12

א רובע זרע ממין אחר ימעט
1 Viertelkab anderer Art vorhanden, so vermindere man. –
ב והתניא התקינו שיהו מפקירין כל השדה כולה לא קשיא כאן קודם תקנה כאן לאחר תקנה
2 Es wird ja aber gelehrt, sie ordneten an, das ganze Feld als Freigut zu erklären!? – Das ist kein Einwand; eines vor der Anordnung und eines nach der Anordnung.
ג דתניא בראשונה היו עוקרין ומשליכין לפני בהמתן והיו בעלי בתים שמחין שתי שמחות אחת שמנכשין להם שדותיהן ואחת שמשליכין לפני בהמתם
3 Es wird nämlich gelehrt: Früher pflegten sie [die Mischpflanzen] herauszureißen und vor ihr Vieh zu werfen, und die Eigentümer freuten sich doppelt: erstens, daß man ihnen ihre Felder jätete und zweitens, daß man ihrem Vieh [Futter] vorwarf;
ד התקינו שיהו עוקרין ומשליכין על הדרכים ועדיין היו שמחין שמחה גדולה שמנכשין שדותיהן התקינו שיהו מפקירין כל השדה כולה:
4 da ordneten sie an, sie auszureißen und auf die Straße zu werfen. Aber immer freuten sie sich sehr, daß man ihnen ihre Felder jätete, da ordneten sie an, das ganze Feld als Freigut zu ererklären.
ה <big><strong>מתני׳</strong></big> ר"א בן יעקב אומר מושכין את המים מאילן לאילן ובלבד שלא ישקה את כל השדה זרעים שלא שתו לפני המועד לא ישקם במועד וחכמים מתירין בזה ובזה:
5 <b>R.</b> E<small>LIE͑ZER B.</small> J<small>A͑QOB SAGT, MAN DÜRFE DAS</small> W<small>ASSER VON</small> B<small>AUM ZU</small> B<small>AUM LEITEN, NUR DARF MAN NICHT DAS GANZE</small> F<small>ELD BEWÄSSERN;</small> S<small>AATEN, DIE VOR DEM</small> F<small>ESTE NICHT BEWÄSSERT WORDEN SIND, DARF MAN AM</small> H<small>ALBFESTE NICHT BEWÄSSERN</small>. D<small>IE</small> W<small>EISEN ERLAUBEN DAS EINE UND DAS ANDERE</small>.
ו <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רב יהודה אם היתה שדה מטוננת מותר תניא נמי הכי כשאמרו אסור להשקותן במועד לא אמרו אלא בזרעים שלא שתו מלפני המועד אבל זרעים ששתו לפני המועד מותר להשקותן במועד
6 GEMARA. R. Jehuda sagte: Ist es aber ein angefeuchtetes Feld, so ist es erlaubt. Ebenso wird auch gelehrt: Wenn sie gesagt haben, man dürfe [Saaten] am Halbfeste nicht bewässern, so gilt dies nur von Saaten, die vor dem Feste noch nicht bewässert worden sind, Saaten aber, die vor dem Feste bewässert worden sind, darf man am Feste bewässern.
ז ואם היתה שדה מטוננת מותר ואין משקין שדה גריד במועד וחכמים מתירין בזה ובזה
7 Ist es aber ein angefeuchtetes Feld, so ist es erlaubt. Man darf am Halbfeste kein ausgetrocknetes Feld bewässern; die Weisen erlauben das eine und das andere.
ח אמר רבינא שמע מינה האי תרביצא שרי לתרבוצי בחולא דמועדא שדה גריד מאי טעמא דאפלא משוי לה חרפא ה"נ אפלא משוי לה חרפא
8 Rabina sagte: Hieraus, daß man am Halbfeste einen Garten sprengen darf. Das ausgetrocknete Feld deshalb, weil [die Bewässerung] die Spätfrüchte zu Frühfrüchten macht, ebenso macht sie auch hierbei Spätfrüchte zu Frühfrüchten.
ט ת"ר מרביצין שדה לבן בשביעית אבל לא במועד
9 Die Rabbanan lehrten: Man darf ein lichtesFeld im Siebentjahre sprengen, nicht aber am Halbfeste. –
י והא תניא מרביצין בין במועד בין בשביעית אמר רב הונא לא קשיא הא ר"א בן יעקב הא רבנן
10 Es wird ja aber gelehrt, man dürfe sprengen sowohl am Halbfeste als auch im Siebentjahre!? R. Hona erwiderte: Das ist kein Einwand; das eine nach R. Elie͑zer b. Ja͑qob und das andere nach den Rabbanan.
יא תניא אידך מרביצין שדה לבן ערב שביעית כדי שיצאו ירקות בשביעית ולא עוד אלא שמרביצין שדה לבן בשביעית כדי שיצאו ירקות למוצאי שביעית:
11 Ein Anderes lehrt: Man darf ein lichtes Feld im Vorsiebentjahre sprengen, damit die Kräuter im Siebentjahre wachsen; und noch mehr: man darf ein lichtes Feld im Siebentjahre sprengen, damit die Kräuter im Nachsiebentjahre wachsen.
יב <big><strong>מתני׳</strong></big> צדין את האישות ואת העכברים משדה האילן ומשדה הלבן כדרכו במועד ובשביעית וחכ"א משדה האילן כדרכו ומשדה הלבן שלא כדרכו
12 M<small>AN DARF AM</small> H<small>ALBFESTE UND IM</small> S<small>IEBENTJAHRE</small> M<small>AULWÜRFE UND</small> M<small>ÄUSE VOM</small> B<small>AUMFELDE UND VOM LICHTEN</small> F<small>ELDE AUF UNGEWÖHNLICHE</small>W<small>EISE WEGFANGEN; DIE</small> W<small>EISEN SAGEN, VOM</small> B<small>AUMFELDE AUF GEWÖHNLICHE</small> W<small>EISE UND VOM LICHTEN</small> F<small>ELDE AUF UNGEWÖHNLICHE</small> W<small>EISE</small>.
יג ומקרין את הפירצה במועד ובשביעית בונה כדרכו:
13 M<small>AN DIRF EINE</small> M<small>AUERLÜCKE AM</small> H<small>ALBFESTE VERRAMMELN UND IM</small> S<small>IEBENTJAHRE AUF GEWÖHNLICHE</small> W<small>EISE BAUEN.</small>
יד <big><strong>גמ׳</strong></big> מאי אישות אמר רב יהודה בריה שאין לה עינים אמר רבא בר ישמעאל ואיתימא רב יימר בר שלמיא מאי קרא (תהלים נח, ט) כמו שבלול תמס יהלך נפל אשת בל חזו שמש
14 GEMARA. Was ist ein Maulwurf? R. Jehuda erwiderte: Ein Tier, das keine Augen hat. Raba b. Jišma͑él, nach anderen R. Jemar b. Šelemja, sagte: Hierauf deutet folgender Schriftvers: <i>gleich einer Schnekke, die zerfließend wandelt, so fällt der Maulwurf</i>, <i>ohne die Sonne zu sehen</i>.
טו ת"ר צדין את האישות ואת העכברים משדה הלבן ומשדה האילן כדרכו ומחריבין חורי נמלים כיצד מחריבין רשב"ג אומר מביא עפר מחור זה ונותן לתוך חור זה והן חונקין זה את זה
15 Die Rabbanan lehrten: Man darf Maulwürfe und Mäuse vom lichten Felde und vom Baumfelde wegfangen, auch darf man Ameisenhöhlen zerstören. – Wie zerstört man sie? R. Šimo͑n b. Gamliél sagte: Man holt Erde aus einer Höhle und man tut sie in eine andere, und sie erdrosseln einander.
טז אמר רב יימר בר שלמיא משמיה דאביי והוא דקאי בתרי עברי נהרא והוא דליכא גשרא והוא דליכא גמלא והוא דליכא מצרא
16 R. Jemar b. Šelemja sagte im Namen Abajjes: Dies nur, wenn sie sich auf zwei Seiten eines Flusses befinden, und auch nur dann, wenn keine Brücke, kein Steg und kein Laufbrett vorhanden ist. –